Lesung und Gespräch mit WOLFGANG MÜLLER zu seinem neuen Buch. Moderation: ULRICH MEIER

Waldorfschulen und biodynamischem Landbau kennen viele – Rudolf Steiners Weltsicht, die alldem zugrunde liegt, dagegen nur wenige. Dabei enthält sie den Schlüssel zu einem Wandel, der dringend notwendig wäre. Das neuzeitliche, naturwissenschaftlich geprägte Weltbild wird nicht über Bord geworfen, aber es wird radikal erweitert – zu jener heute verdrängten Dimension hin, die Steiner die geistige Welt nennt. Die Anthroposophie mutet dem Menschen viel zu. Aber sie traut ihm auch viel zu: die Fähigkeit zu einer tieferen Entwicklung seiner verborgenen Anlagen; und die Fähigkeit zu einer freien, bewussten Gestaltung einer menschlicheren Welt. Wolfgang Müller greift in seinem Buch auch Kritik an Steiner auf und stellt ihn und sein Werk in den größeren Vergleichskontext wichtiger moderner Strömungen. WOLFGANG MÜLLER, geboren 1957, war bis 2020 Redakteur für Zeitgeschichte beim NDR. Er lebt als freier Autor in Hamburg. ULRICH MEIER, geboren 1960, ist Priester, Autor und Redakteur der Zeitschrift “Die Christengemeinschaft”